Künstliche Intelligenz im e-Commerce

Künstliche Intelligenz ist eines der heißesten Themen in unserer sich ständig verändernden Marketing Welt. KI ist deshalb auch im Bereich des E-Commerce zu einem mächtigen Schlagwort geworden. KI-Systeme hauchen jedem Shop neues Leben ein. Es gibt dabei kein objektives Hindernis mehr für den Einsatz innovativer KI-Technologien. KI kann Sie somit in die Lage versetzen, Ihr E-Commerce Projekt auf ein neues Level zu heben und Ihre Umsätze deutlich zu steigern.

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Am Ende entscheiden immer die Kunden. Dieser Satz hat für jeden Handel seine Gültigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Einkauf im Supermarkt, den Besuch in der Boutique, oder den im Online-Shop handelt. Das Umfeld des jeweiligen Ortes spielt allerdings eine Rolle. Während der stationäre Einzelhandel auf die Beratung eines Menschen – und damit auf die Intelligenz einer realen Person - setzen kann, entfällt diese Option zunächst für den Onlinehandel, der seinen Vorteil unter anderem aus einem breiteren Angebot und einer für den Kunden bequemeren Art des Einkaufs zieht. Mittlerweile gibt es jedoch Technologien, die diesen Nachteil verschwinden lassen. Die künstliche Intelligenz.

Mein Name ist Markus Roth. Ich bin Inhaber der Werbeagentur Media Trooper. Ich glaube an die Kraft von Unternehmerinnen und Unternehmer, ihre Produkte und Dienstleistungen an die richtigen Menschen zu liefern, dank zielgerichtetem, Datengetriebenenm Marketing. Ich glaube auch daran, dass Unternehmen, die für Menschen sinnvolle Dienste und Produkte anbieten, erfolgreich sind. Datengestütztes Marketing ist ein Katalysator, um schneller oder effizienter die richtigen Kunden zu erreichen.

Künstliche Intelligenz ist eines der heißesten Themen in unserer sich ständig verändernden Marketing Welt. KI ist deshalb auch im Bereich des E-Commerce zu einem mächtigen Schlagwort geworden. KI-Systeme hauchen jedem Shop neues Leben ein. Es gibt dabei kein objektives Hindernis mehr für den Einsatz innovativer KI-Technologien. KI kann Sie somit in die Lage versetzen, Ihr E-Commerce Projekt auf ein neues Level zu heben und Ihre Umsätze deutlich zu steigern. 

In den nächsten Minuten bringe ich Ihnen das Thema ein wenig näher und stelle die Chancen, aber auch die Risiken der KI im E-Commerce vor. Sie werden nach meinem Vortrag ein besseres Verständnis aller Zusammenhänge von KI und e-Commerce haben. Mein Vortrag ist für Menschen gedacht, die Berührungsängste mit Künstlicher Intelligenz haben oder an feste, mathematische Strukturen glauben und Dinge nicht in eine KI-Black-Box geben möchten.

Ein wichtiges und erstes Thema für Shop Betreiber ist die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Die Gefahr von Verstößen gegen die DSGVO kann bei der Nutzung von KI steigen. Nach dem Transparenzgebot müssen die Shop Betreiber offenlegen, über welche Besonderheiten die KI entscheidet. Zusätzlich müssen die Inhaber ihre Kunden über die Datenverarbeitung informieren und ihre Zustimmung zu diesem Vorgehen einholen. Grundsätzlich darf nicht mehr offensichtlich sein, welcher Kunde, hinter welchem Datensatz steht. Konkret bedeutet dies für die KI, dass die erfassten Daten entsprechend der DSGVO verarbeitet werden. Es also keinen direkten Rückschluss eines Datensatzes auf den konkreten Kunden gibt. Der Einsatz ist aber auch erst möglich, wenn der Kunde die Zustimmung zu der Verarbeitung seiner Daten vor der Nutzung des Online Angebotes gibt. Die Regel der anonymen Datenverarbeitung besteht allerdings nicht nur für den Einsatz von KI, sondern hat vielmehr eine allgemeine Gültigkeit, aber das brauche ich Ihnen sicherlich nicht zu erzählen.

Widmen wir uns aber dem eigentlichen Thema Künstliche Intelligenz und sehen uns die Situation im E-Commerce an.

Hört man den Begriff KI, denkt man eventuell zunächst an fahrerlose Autos oder schachspielende Roboter. Was aber steckt dahinter? Gerade in jüngster Zeit hat die künstliche Intelligenz große Fortschritte auf dem Gebiet der künstlichen neuronalen Netze, auch bekannt als "Deep Learning", gemacht. Diese Technologie ermöglicht es beispielsweise, dass ein fahrerloses Auto einen Fußgänger von einer Straßenlaterne unterscheiden kann. Damit eine solche Differenzierung stattfinden kann, sind enorme Datenmengen erforderlich, die in neuronalen Netzen am Computer simuliert werden. Diese Netze sind im Übrigen grob von der Struktur des menschlichen Gehirns inspiriert.

Zwei Bausteine der Künstlichen Intelligenz sind dabei die Methoden der natürlichen Sprache sowie der Sprachverarbeitung. Die maschinelle Interpretation der Sprache spielt eine wichtige Rolle in der KI-Forschung. Um das maschinelle „Verstehen“ einer komplexen Sprache zu ermöglichen, liefert die Linguistik mit Modellen zur Grammatik und Semantik die Grundlage. Ohne dieses „Verstehen“, wäre die Nutzung von „Siri“ oder „Alexa“ beispielsweise nicht möglich.

Zu den Schlüsseln zum langfristigen Erfolg im E-Commerce zählen ohne Frage Produkt- und Benutzerinformationen. Dieses Wissen ist für die notwendigen Entscheidungen in einem Unternehmen essenziell, was im Übrigen schon in der Antike bekannt war. „Eine gute Entscheidung basiert auf Wissen, nicht auf Zahlen.“, so wird Plato zitiert. Künstliche Intelligenz ermöglicht es, diese Informationen so auszuwerten, dass Käufer und Händler gleichermaßen davon profitieren. Sie kann Shop-Betreibern dabei helfen, automatisierte Produktseiten zu erstellen und entsprechende Kataloge automatisch zu entwickeln. Ist der Kunde beispielsweise auf der Suche nach einer Bohrmaschine, ermöglicht es die KI aufgrund vorhandener Benutzerinformationen, das angezeigte Angebot zu variieren. Je nachdem ob das gesuchte Produkt für den häuslichen oder den professionellen Einsatz benötigt wird, wählt die KI die relevantesten Produkte aus dem vorhandenen Sortiment.

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Ich möchte KI im Onlineshop

KI kann mehr als Vorhersehen

KI ermöglicht es also, spezifische Sortiments- und Planungsentscheidungen zu treffen und die geschäftlichen Auswirkungen dieser Entscheidungen zu verfolgen, während sich Ihr Online-Shop gleichzeitig, von dem der Mitbewerber abhebt. KI geht dabei über ein einfaches regelbasiertes System hinaus und nutzt „Business Intelligence“, um vorherzusagen, was ein einzelner Kunde wahrscheinlich kaufen wird. Sie macht dies auf Grundlage aller Arten von Daten, einschließlich Verhaltens-, Transaktions- und Kontextdaten. KI führt so zu einem besseren Erlebnis, zufriedeneren Kunden und höheren Verkaufszahlen.

Mit dem Einsatz von KI kann Ihr Unternehmen wesentlich schneller auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren. Dank der Geschwindigkeit, mit der Daten über die KI verarbeitet werden, verschwindet der begrenzende Faktor „Zeit“ in der Kommunikation mit den Kunden. Sie geben mir sicherlich recht, dass dies einen nicht zu unterschätzenden Aspekt im Hinblick auf Kundenzufriedenheit und die Gewinnung neuer Kunden darstellt.

Klassischer E-Commerce wandelt sich also zunehmend zu einem digitalen Handel. Hier möchte ich gerne auf den Musiker Sting zu sprechen kommen. Sie Fragen sich jetzt wahrscheinlich, was ausgerechnet ein Musiker mit E-Commerce zu tun hat? Die Antwort geht zurück auf den 11. August 1994. An diesem Tag fand der erste dokumentierte Verkauf eines Onlinehändlers statt. Es handelte sich um das Album „Ten Summoner`s Tales“ von Sting. Seit dieser Transaktion, die mittels Check-Out und verschlüsselten Kreditkartendaten absolviert wurde, hat sich der E-Commerce stark verändert. Und diese Veränderung ist noch lange nicht abgeschlossen. Digitale Assistenten wie „Siri“ oder „Alexa“ hatte ich bereits kurz erwähnt.

Um Ihrem Kunden ein größtmögliches Maß an Freizeit zu bieten, führen Algorithmen und Maschinen Studien über die Nutzer durch. Dadurch wird der Einkaufsprozess erleichtert und das Shoppingerlebnis angenehmer. In der Vergangenheit wurden Online-Einkäufe vorzugsweise über den Computer getätigt. Heute werden auch mobile Dienste genutzt, und in den sozialen Medien wächst die Bedeutung von Verkaufsstrategien. Traditionelle Einkäufe aus der Vergangenheit werden damit zunehmend von Maschinen übernommen. So erkennen Kühlschränke, wenn ein bestimmtes Produkt fehlt, und bestellen es selbstständig nach.

Eine Befragung ergab, dass 69 Prozent der Deutschen davon ausgehen, dass die Ausgaben für datengestütztes Marketing zukünftig deutlich steigen. Diese Erwartungshaltung verdeutlicht, dass Unternehmen mehr denn je auf die Nutzung von Daten im Marketing angewiesen sein werden. Der Löwenanteil bisheriger Investition in diesem Bereich, floss in digitale Kommunikationskanäle. Eine klare Unterstreichung der internationalen Bedeutung. Das mit KI verbundene Innovationspotenzial ist dabei enorm. Es kann die Aufgabenlisten Ihrer Marketing-Teams ergänzen oder erweitern, die sich vielleicht lieber auf Pläne und kreative Aspekte von beispielsweise E-Mail-Kampagnen konzentrieren möchten.

Möglicherweise ist es das Bewusstsein für das Risiko, dass die KI eventuell von außen manipuliert werden könnte, das dafür sorgt, dass sich trotz der bestehenden Erwartungshaltung im Jahr 2019 nur jedes vierte Unternehmen mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigen will - mit Sprachassistenten sogar nur jedes zehnte Unternehmen.

Und auch in der aktuellen Praxis ist KI noch Neuland, obwohl der Einsatz von künstlicher Intelligenz und digitalen Sprachassistenten der neue Spielmacher im Marketing sein soll. Welche Möglichkeiten dabei in KI basierten System stecken, haben zum Beispiel Watson, Liberatus und Pluribus anschaulich verdeutlich. Im Februar 2011 gewann die KI Watson gegen zwei menschliche Gegner in der amerikanischen Quizshow Jeopardy. Ich empfehle Ihnen dieses Video, schauen Sie bitte auf Youtube nach. 2017 gelang Liberatus der Sieg gegen zwei menschliche Pokerspieler. Die Weiterentwicklung Pluribus nahm es mit sechs Gegnern auf. Und gewann.

Lange Zeit war das Mantra, dass KI nur etwas für die „Big Player“ ist. Tatsächlich aber haben sich KI-Investitionen in mittelständischen Unternehmen längst in gleicher Weise ausgezahlt - und das in zweierlei Hinsicht. 

Zum einen durch die Umsatzsteigerung aufgrund eines verbesserten Kundenerlebnisses und zum anderen durch nachhaltige Kosteneinsparungen in der Kundenbetreuung, wie sie etwa durch die Automatisierung via Chatbot erreicht werden können. KI ist dabei ein entscheidender Hebel, benötigt aber aufgrund der Vielzahl von zu verarbeitenden Informationen eine leistungsfähige Datenbank im Hintergrund.

Die Verbraucher weltweit sind zunehmend bereit, Anwendungen mit künstlicher Intelligenz zu nutzen: 58 Prozent sind laut einer Umfrage sehr interessiert; 29 Prozent wären dann interessiert, wenn die Qualität stimmt. Und nur 14 Prozent der Befragten haben keine Ambitionen. Daraus folgt, dass die Anwendung von KI auch Ihren Online-Shop in eine erfolgreiche Zukunft führen kann. Lassen Sie uns daher einen Blick auf die potenziellen Anwendungsbereiche der KI im E-Commerce werfen.

Revolution in Onlineshops

Wie wir gesehen haben, findet im E-Commerce Markt derzeit eine Revolution statt. An deren Ende steht für die Kunden ein besseres und schnelleres Einkaufserlebnis. KI ermöglicht dabei absolut situationsgerechte und genau auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Angebote, bei einer gleichzeitig auf ein bisher unvorstellbares Niveau gestiegenen Erlebnisqualität. Genau darum geht es bei der KI und der Analytik: den Kunden immer besser kennen zu lernen, um seine aktuellen Bedürfnisse zu verstehen und gleichzeitig zukünftige Anforderungen zu antizipieren. Hinter jeder Suche durch Kunden steht auch eine Intention, die sich zusammen mit dem Kontext und dem sonstigen Verhalten des Nutzers aus der KI ableitet. Damit einhergehend kann die KI die individuellen Produktempfehlungen mit den vorhandenen und vorangegangenen Daten auf ein neues Level heben.

Ich hatte bereits den Begriff Chatbot ins Spiel gebracht. Dabei handelt es sich um das gängigste KI-Tool für den Kontakt zwischen Kunden und Shop – nachzulesen in der YouGov Studie "Kommunikation via Chatbot". Demnach genießt diese Form der Mensch-Maschine-Kommunikation eine besonders hohe Akzeptanz:

Jeder zweite Internetnutzer kann sich diese Form der Kommunikation vorstellen. Ein solcher automatisierter Antwortkanal bietet dabei einen natürlichen Dialog mit Kontext- und Emotionserkennung und entlastet das Supportpersonal von Standardfragen.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten ist die Automatisierung von Bestellvorgängen oder der Aufbau eines Kundendienstes. Und das mit nur einem Tool.

Wenn Sie sich dazu entscheiden, einen intelligenten Chatbot in Ihren Online-Shop einzubauen, kann er ähnlich wie ein Verkäufer oder ein Support-Mitarbeiter agieren. Er könnte zum Beispiel die Anfrage einer Kundin nach einem bestimmten Kleidungsstück – nehmen wir hier ein Sommerkleid - geschickt durch Neigungen und persönlichen Daten (Alter, Größe, Lieblingsmarken usw.) mit einer Liste von Kleidern im Verkauf verknüpfen. Die Künstliche Intelligenz lernt durch die Aufzeichnung der gesammelten Daten; der Chatbot ist dabei die Schnittstelle in der Kommunikation. Interessant ist auch, dass die Nutzer den Chat-Angeboten in der Regel sofort vertrauen. In Zeiten, in denen die Algorithmen immer intelligenter werden, ist so die Personalisierung von Shop-Inhalten technisch kein Problem mehr.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle aber auch nicht verschweigen, dass es derzeit noch an veröffentlichten Beweisen mangelt, die zeigen, wann sich der Chatbot als ein bedeutender Umsatzträger für das Unternehmen erwiesen hat.

Wir können aber bestimmt behaupten, dass ein Chatbot keinen Verkauf verhindert.

Einen Schritt weiter als der Chatbot geht das Einsatzgebiet von Voice Commerce – der gesprochenen Variante des Chatbots. Voice Commerce ist eine Technologie, die bei nicht sichtbaren Einkaufswelten verwendet wird, beispielsweise Sprachassistenten. Die Spracherkennungstechnologie ersetzt dabei den typischen Online-Entscheidungsprozess, indem der Benutzer aufgefordert wird, in ein Mikrofon zu sprechen. Voice Commerce überzeugt durch die einfache Handhabung. Viele Händler zögern allerdings, den Voice Commerce derzeit zu nutzen, da die Technologie noch nicht vollständig ausgereift ist und dass, obwohl mit Hilfe des Voice Commerce der Kauf schneller und zu jeder Tageszeit durchgeführt werden kann. Ein Anwendungsbeispiel wäre das Feld der wiederkehrenden Einkäufe, wie es z.B. bei Lebensmitteln der Fall ist.

Auch hierzu gibt es erwähnenswerte Erhebungen, die das Potential verdeutlichen. Laut „Adobe Digital Insights 2018“ besitzen mehr als 40 Prozent der Verbraucher einen virtuellen Assistenten. Laut derselben Studie nutzen 30 Prozent der Besitzer virtueller Assistenten diese für den Online-Einkauf. Auch der Blick in die Vereinigten Staaten lohnt: Zwei Drittel der Amerikaner nutzen heute schon den Voice-Commerce zum Einkaufen. Es bleibt abzuwarten, ob die Kunden in Europa mit dem Voice-Commerce in der gleichen Weise umgehen wie in den USA. Einen Einblick in konkrete Zahlen ließ zu Beginn des Jahres 2019 ein Amazon Manager zu. Demnach wurden seit der Markteinführung Mitte 2015 über 100 Millionen Alexa Geräte verkauft. Und diese Zahl beinhaltet noch nicht die Geräte, auf denen der Assistent tatsächlich genutzt werden kann. Laut des Managers waren zu diesem Zeitpunkt über 28.000 Smart-Home-Geräte mit Alexa kompatibel. Bei diesen Zahlen handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs, was ein Blick auf die Gesamtverkaufszahlen belegt. In den ersten 3 Quartalen des vergangenen Jahres wurden Herstellerübergreifend geschätzt 91,3 Millionen Smart Speaker verkauft. Unter Berücksichtigung des noch nicht einbezogenen Weihnachtsgeschäftes 2019 wird ein Wachstum zum Jahr 2018 im zweistelligen Bereich erwartet. 

Wenn Ihnen Voice-Commerce noch nicht reicht, dann hält die KI auch den Personal Shopper bereit. So nennt man eine Person, die anderen beim Einkaufen hilft, indem sie Ratschläge gibt oder Vorschläge macht. Ganz im Stil des „analogen“ Shoppens. Durch das Studium früherer Käufe, das Durchblättern der individuellen Kundengeschichte und die zeitgemäßen Interessen können passende Outfits angezeigt werden. Die Einführung von virtuellen Personal Shoppern ist ein reales Beispiel dafür, wie die KI für die E-Commerce-Branche die traditionellen Kundenbindungstechniken verändert.

Unter anderem, weil immer mehr Kunden Chats und Social Media bevorzugen, ermöglicht es die Personal Shopper Technologie den Kunden, ein individuelleres Einkaufserlebnis zu genießen und gleichzeitig die Effizienz des Geschäftsbetriebs zu steigern.

e-Commerce der Zukunft

Wer jetzt noch einen Blick in die Zukunft werfen möchte, der begibt sich direkt in den virtuellen Shop. Auch wenn diese Technologie nicht für jeden Online-Shop geeignet ist, befinden sich Augmented Reality und Virtual Reality im Jahr 2020 auf dem Vormarsch und profitieren von der Entwicklung des 5G-Netzes. Augmented Reality (AR) dringt weiter in die E-Commerce-Umgebung ein und dürfte für immer mehr Händler spannend werden. Sie erweitert die bestehende Realität mit gleichzeitigen digitalen Komponenten in einer Art Live-Ansicht. AR soll das haptische Einkaufserlebnis des stationären Handels imitieren, worauf der E-Commerce bisher verzichten musste. Besonders vorteilhaft und nützlich ist ihr Einsatz in der Mode- oder Möbelbranche. Laut einer Studie wissen 74 Prozent bereits, worum es bei Augmented Reality geht - aber nur 26 Prozent haben den Trend bereits in irgendeiner Weise oder in einem Bereich genutzt. Ob mit 3D-Avataren oder virtuellen Modeberatern - die Möglichkeiten sind dabei nahezu unbegrenzt. Für die vorgestellten Varianten werden riesige Datenmengen benötigt, die zudem in Echtzeit verarbeitet werden müssen. Lassen Sie mich das an einem Beispiel kurz erläutern: Ein durchschnittliches Foto auf Ihrem Smartphone hat eine Dateigröße zwischen 3 und 7 MB. Das Ziel in einer virtuellen Realität liegt bei 90 Bildern - pro Sekunde. Damit wird deutlich, wie leistungsstark die Verarbeitung sein muss. Ohne den Einsatz von künstlicher Intelligenz wäre es schlicht nicht möglich, dem Kunden ein von ihm erwartetes digitales Einkaufserlebnis zu verschaffen. KI ist also auch hier bei virtuellen Welten die Schlüsseltechnologie.

Abschließend möchte ich noch auf eine Technologie zu sprechen kommen, die ebenfalls noch in den Kinderschuhen steckt. Die automatische Textanalyse und Textgenerierung.

Im Sinne der Künstlichen Intelligenz gehören Wörter zu einer Reihe von halbstrukturierten Daten, die als Sprache bezeichnet werden und Informationen enthalten. Sprache kann somit auch als eine Form der Datenkompression gesehen werden, bei der das Wissen über die Welt in einem symbolischen Satz zusammengefasst wird. Einer der Hauptbereiche für den Einsatz im E-Commerce ist die KI basierte Textanalyse. Mit ihrer Hilfe werden die relevanten Merkmale eines Produkts automatisch aus den Beschreibungen des Herstellers extrahiert. Diese Informationen werden strukturiert und in die Produktdatenbank integriert. Der argentinische Autor Jorge Luis Borges sagte einst: „Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn.“ Die künstliche Intelligenz gibt diesem Zitat eine neue Bedeutung.

Gerade in sehr großen Geschäften mit unzähligen Produkten ist die manuelle Erstellung von Texten häufig nicht mehr effizient. Der Einsatz einer automatischen Textgenerierung durch KI kann dabei für erhebliche Effizienzsteigerungen im gesamten Content-Erstellungsprozess sorgen. Auch andere Dienstleistungen, wie die Übersetzung von HTML-Newslettern, sind möglich und schon bereits verfügbar. Der Einsatz von Empfehlungsmaschinen in einem Onlineshop liegt ebenfalls auf der Hand.

Da Kundenbewertungen heutzutage zu einem Schlüsselfaktor im digitalen Verkauf geworden sind, sind gefälschte Bewertungen eine der größten Herausforderungen: syntaktische und semantische Algorithmen helfen, diese wettbewerbsverzerrenden Bewertungen zu identifizieren. Ich möchte an dieser Stelle an die Berichterstattung im Jahr 2019 erinnern, in der einer der größten online Versandhändler aufgrund gefälschter Bewertungen in die Schlagzeilen geriet.

Künstliche Intelligenz und KI basierte Textanalyse können somit Schlüssel zum Erfolg des E-Commerce werden. Dabei spielen die enorm wachsende Menge an verfügbaren Daten und die neuen Möglichkeiten, diese Daten blitzschnell zu verarbeiten, eine entscheidende Rolle. Neben der Textrecherche wird auch die intelligente Suche mit Bildern immer beliebter.

Wie aber lässt sich KI nun in einen eigenen Online-Shop integrieren?

Die meisten Shop Betreiber nutzen eines der frei verfügbaren Shopsysteme wie Shopware, WooCommerce etc. Diese Shopsysteme haben bereits damit begonnen, KI als festen Bestandteil in ihre neuen Versionen zu integrieren. Wer einen eigenen Online-Shop betreibt, etwas Geduld mitbringt und seine Systeme regelmäßig aktualisiert, bekommt die KI somit frei Haus mitgeliefert. Schon aus Wettbewerbsgründen ist jedes Shopsystem darauf ausgelegt, die neuesten, technischen Entwicklungen schnell zu integrieren. In WooCommerce, dem Shop-System von WordPress, zum Beispiel sorgen diverse Plugins für KI-Unterstützung. Die Darwin Pricing Integration, eine Komponente des bekannten WooCommerce-Plugins, zum Beispiel sammelt automatisch Daten und Preise für Wettbewerber und leitet daraus verantwortungsvolle Taktiken ab. Wordlift hingegen crawlt und analysiert die Inhalte und gibt darauf aufbauend Empfehlungen für mögliche SEO-Maßnahmen ab. Wenn Texter und Redakteure einen neuen Artikel schreiben, behält das Plugin Jetpack die Rechtschreibung im Auge und vermeidet inhaltliche Fehler. Das beliebte Shopsystem Shopware liefert ab Version 6 sogar KI als festen Bestandteil des Systems aus. So sollen alle Nutzerverhalten gemeinsam statt wie bisher separiert verarbeitet werden, um kürzere Klickpfade für einzelne Nutzer zu generieren. Stichwort gezielte Empfehlungen und schnellerer Kauf-Abschluss.

Auch die Nutzung einzelner Tools ist im Bereich des Möglichen. Für die Nutzung eines Chatbots stehen Online-Händlern beispielsweise einige kostenlose Tools zur Verfügung, die die meisten Aufgaben abdecken. Eines dieser Tools ist der Chatbot von Snatchbot: Sie müssen sich nur registrieren und den Chatbot auf der Website integrieren. Andere Anbieter von Chatbots finden Sie z.B. bei Hubspot oder Flow XO. Der Preis hängt dabei vom Umfang des „Projekts Chatbot“ ab und davon, wie viele Benutzeranfragen, Besucher oder Verkäufe ein Webshop hat. Wer komplexere Anwendungen mit KI realisieren will, findet passende Software zum Beispiel bei Microsoft oder IBM. Wenn Sie hingegen einen externen KI-Dienst nutzen wollen, nachdem Sie ihn z.B. in Ihren eigenen Apps oder Websites ausprobiert haben, stellt sich die Frage nach den Kosten. Wenn die Funktionalität klar ist, dann muss man sich mit der Art und Weise beschäftigen, wie die KI in das eigene System integriert werden kann. Cloud-basierte KI-Dienste sind in der Regel einfach zu bedienen, so dass die Dienste leicht integriert werden können. Die meisten Anbieter stellen ihre Dienste dabei kostenlos zum Test zur Verfügung.

Wenn Sie Ihren Shop allerdings mit individueller KI und neuen Ideen bereichern möchten, sollten Sie über den Einsatz eines externen Softwareentwicklers und Consultingpartners nachdenken. So erhalten Sie Expertise und frische Ideen, ohne auf eigene Ressourcen zurückgreifen zu müssen. Hierzu ist zwar zunächst eine Investition nötig, allerdings sparen Sie sich wertvolle Zeit, in der Sie sich auf den Kern Ihrer Aufgaben konzentrieren können. Gleichzeitig werden auf diese Weise individuelle Softwarelösungen entwickelt, die Ihren Umsatz nachhaltig steigern.

Ein Hauptgrund, warum Unternehmen keine KI einsetzen, ist das Fehlen eines klaren Plans. Nur wenige Unternehmen führen ihre KI-Initiativen tatsächlich durch. Die meisten hingegen bleiben am Anfang stecken. Sieben von zehn Einzelhändlern, die ihre Kunden im B2B-Onlineshop personalisiert ansprechen, können allerdings einen positiven Effekt auf die Konversionsrate feststellen. Jedenfalls sind E-Commerce Systeme in der Regel so konzipiert, dass sie flexibel und modular in eine bestehende Architektur integriert werden können. Bei einigen der oben angesprochenen Technologien ist aber auch Geduld gefragt: Augmented Reality und automatische Produktbeschreibungen stehen wie gesagt noch am Anfang.

Wie viele andere Bereiche, verändert die KI auch den E-Commerce mit großen Schritten. Wer auf eines der gängigen freien oder kommerziellen Shopsysteme setzt, braucht sich eigentlich keine Sorgen zu machen, da die Anbieter Schritt für Schritt ihre Systeme mit KI angereichert haben oder dies zumindest planen.

Wenn Sie sich am Markt aber einen Vorsprung verschaffen möchten, sollte Sie sich professionelle Beratung holen. Die Kosten dafür sind nicht niedrig, können sich aber durchaus rentieren. Chatbots und automatische Produktbeschreibungen sind noch relativ neue Technologien. Manchmal kann es sich lohnen, solche Technologien frühzeitig einzusetzen, bevor sie massentauglich werden - um damit den Wettbewerbern einen Schritt voraus zu sein. Und das ist es doch, worauf es ankommt im e-Commerce: der Konkurrenz voraus zu sein: bei den Preisen, der Lieferzeit und der Technologie.

 

 

 

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Über den Autor

Markus Roth

Erfinder von Trooper.AI

Künstliche Intelligenz im e-Commerce ist ein wichtiger Faktor bei der Conversion-Rate. Markus erklärt im Video wie Warenkorbwerte erhöht werden können und so mehr Umsatz generiert wird.

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